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Teil 3: Risikomanagement eines Anlageportfolios

von Patrick Oberhaensli, am 06.05.20 17:45

Einleitung

Im ersten und zweiten Teil dieser Serie haben wir die Risikodefinitionen kennengelernt und die ersten Schritte des Risikomanagement-Prozesses erläutert. In diesem Teil werden wir mit den Risiko-Messungen weiterfahren und anschliessend die menschliche Voreingenommenheit (“bias”) und ihren Einfluss auf ein Investment mit einbeziehen.

Zur Erinnerung: Der Risikomanagement-Prozess besteht typischerweise aus folgenden fünf Schritten.

Risikomanagement eines Anlageportfolios

Wir haben uns im letzten Teil der Risikobemessung unter normalen Marktbedingungen gewidmet. Betrachten wir die Bemessung unter Stressbedingungen treten äusserst riskante Situationen auf, welche unter normalen Bedingungen undenkbar wären. Der Zweck von Stress-Tests ist es, abnormale Marktbewegungen, welche einen stark negativen Einfluss auf den Portfoliowert haben, mit einzubeziehen.

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In gestressten Märkten kann die Kennzahl “Expected Shortfall” (auch manchmal “Conditional Value-at-Risk, oder erwartete Mindereinnahmen auf Deutsch” herbeigezogen werden, da sie den durchschnittlichen Verlust nach dem Value-at-Risk beschreibt (im Sinne von Überschreitung des VaR). 

Grundsätzlich sollten Investoren nach kohärenten Risikobemessungs-Instrumenten ausschau halten, welche die mathematischen Bedingungen einhalten und sowohl auf sinnvolle als auch unterstützende Art und Weise interpretierbar sind.


Risikosteuerung

Bei der Risikosteuerung (“treating the risks”) geht es darum, verschiedene Entscheide zu treffen, welche die Aussetzung des Portfolios gegenüber Risiken näher an das gewünschte “optimale” Niveau bringen. Eine der Entscheidungen ist die Festlegung quantitativer Limiten relativ zum Markt und dem eingegangenen Risiko. So können die Limiten für die Risikokontrolle beispielsweise aufgeteilt werden in “Limiten in normalen Marktverhältnissen” und “Limiten in gestressten Marktverhältnissen”, um “out-of-control”-Situationen zu verhindern. Je mehr Hebel benutzt wird, desto wichtiger wird es, die Limiten (im Vorhinein) zu bestimmen und diszipliniert anzuwenden.

Das interne Kontrollsystem (auch Internal Control System oder ICS) hilft Investoren, eingegangene Risiken auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Auch wenn Teile des ICS outgesourced wurden, sollte der Anleger trotzdem die Übersicht behalten. Dabei geht es nicht nur um die Überwachung der Markt- und Kreditlimiten, sondern auch um die Performance: Wurde die gewünschte Performance erstens erreicht und zweitens ist der Portfoliomanager von der Strategie abgewichen, um sie zu erreichen? Letzteres verlangt zwingend nach einer Erklärung für die Abweichung durch den Portfoliomanager.

Man muss jedoch auch dazu sagen, dass es fast unmöglich ist zu garantieren, dass die Ausführung fehlerfrei abläuft, ohne dass die Kosten überborden. Das interne Kontrollsystem muss im Einklang mit den verfügbaren Ressourcen stehen. Dabei ist zu beachten, dass ein zu tiefes Budget für das ICS fast sicher zu Abweichungen führen wird.


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Die menschliche Natur und Voreingenommenheit

Das Risikomanagement sollte die menschliche Natur bei der Entwicklung und der Ausführung mit einbeziehen. Dies gilt sowohl für Kleinanleger als auch für grosse Institutionelle. Menschen verhalten sich nicht immer rational (eine Schlüsseldimension). In einem ersten Schritt gilt es zu verstehen, welche menschlichen Neigungen existieren und wie sie potenziell das Investment beeinflussen können.

Menschliche Intelligenz zeigt sich auch emotional, was kombiniert mit beschränktem/-r Wissen/Erfahrung zu diversen Tendenzen führen kann. Es gibt zahlreiche solcher Neigungen im Zusammenhang mit Anlageaktivitäten und unterschiedliche Analysten/Autoren werden wohl unterschiedliche Konzepte aufzeigen. Wir werden hier versuchen, die häufigsten menschlichen Verhaltensweisen im Zusammenhang mit dem Risikomanagement-Prozess aufzuzeigen. Dabei ist zu beachten, dass diese Verhaltensweisen typischerweise (aber nicht nur) zu operationellen Risiken bei der Entwicklung von Investitions-Projekten oder deren Ausführung führen.


 

Bias

Bedeutung

Aus Risikoperspektive

Verankerung von Erfahrungen

“Anchoring”

Sich auf frühere Erfahrungen stützen, die nicht mehr angepasst sind, und Unfähigkeit, diese anzupassen.

Fehlbeurteilung des Asset-Managers durch mangelhafte Zukunftsorientierung oder Ignorierung neuer Informationen (Modell-Risiko).

Mentale Kontenbildung

“Mental accounting”

Separate Konten mit unterschiedlichen Zwecken führen.

Der positive Effekt der Diversifizierung durch ein aggregiertes Portfolio geht teilweise/ganz verloren. Risiken auf Portfoliolevel nicht vollumfänglich zu verstehen, führt häufig zu tieferen Erträgen.

Selbstbestätigung

“Confirmation”

Nur Informationen mit einzubeziehen, welche eine voreingenommene Sichtweise erneut bestätigen.

Fehlbeurteilung des Asset-Managers durch subjektive, zu wenig tiefgreifende Perspektive und selektive Ignorierung von relevanten Informationen (Modell-Risiko).

 


Erkenntnisse

Die drei erwähnten menschlichen Voreingenommenheiten gehören zu den wichtigsten, da sie zu entarteter und mangelhafter Risikoeinschätzung führen. Wie wir gesehen haben, hat dies Einfluss auf die Entwicklung des Risikomanagement-Prozesses und somit auf den fundamentalen Zweck dessen.

Im letzten Teil unserer Artikel-Serie werden wir zusätzliche Voreingenommenheiten aufführen und unterschiedliche Ansätze besprechen, mit der menschlichen Natur umzugehen.


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